Rund um die Bewerbung
Diese Seite ist Ihr Wegbegleiter für die ersten Schritte zurück in den Arbeitsmarkt. Wir verstehen die Herausforderungen, die mit einer längeren Arbeitslosigkeit einhergehen können, und bieten Ihnen gezielte Unterstützung, um diesen Bann zu brechen. Hier finden Sie praktische Hilfsmittel und wertvolle Informationen, die Ihnen den Weg ebnen können, erfolgreich den Wiedereinstieg in den Beruf zu schaffen.
Stellensuche
Stellensuche
Die Suche nach offenen Stellen ist der erste Schritt auf dem Weg zurück in den Arbeitsmarkt. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, um ausgeschriebene Stellenangebote zu finden. Hier sind einige der wichtigsten Kanäle, die Sie nutzen können:
Jobsuche online und mobil
Online-Jobbörsen und mobile Apps sind heutzutage unverzichtbar für die Stellensuche. Sie bieten eine große Auswahl an Stellenangeboten und erlauben es Ihnen, bequem und flexibel nach Jobs zu suchen. Nutzen Sie folgende Plattformen:
Angebote des AMS
- alle Jobs: Eine umfassende Plattform des AMS, die Stellenangebote in ganz Österreich listet und Angebote aus vielen verschiedenen Quellen zusammenfasst.
- eJob-Room: Auf dieser Plattform können Sie gezielt Ihre gewünschte Suche definieren, über Ihre Skills und Fertigkeiten suchen, und auch den Überblick über die für Sie passenden Stellenangebote behalten.
- Job App: Mit dieser App können Sie auch unterwegs nach Stellen suchen, Benachrichtigungen für neue Angebote erhalten und sich auch direkt bewerben.
- JobIMPULS: In diesem Portal finden Sie ebenfalls die offenen Stellen wie auch bei „alle Jobs“, haben zusätzlich aber die Möglichkeit, die Ergebnisse feiner auf Ihre Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten abzustimmen.
Jobportale
Es gibt zahlreiche Jobsuchmaschinen und Jobportale im Internet. Hier finden sich einmal die ganz großen Vertreter, die eine breite Palette an Jobangeboten listen, das sind beispielsweise jobs.at, Stepstone oder karriere.at. Besonders einstiegsfreundliche Jobs findet man auf Indeed. Auf den Großraum Wien spezialisiert hat sich wienerjobs. Daneben gibt es auch Zeitungen und Kleinanzeigen-Portale, die ebenfalls sehr umfassend Stellenanzeigen anbieten, beispielsweise willhaben, derStandard oder heute.at.
Wichtig zu wissen ist, dass viele Branchen auch eigene spezialisierte Jobportale haben, hier einige Beispiele: behindertenarbeit.at für Stellen im Sozialbereich, GastroJobs für die Gastronomie, careJobs für Berufe im Pflege- und Gesundheitswesen, …
Genauso gibt es auch Jobportale von kommunalen Einrichtungen, wie beispielsweise die Jobbörse der Republik Österreich oder Jobs bei der Stadt Wien. Viele Unternehmen veröffentlichen auch ihre offenen Stellen direkt auf ihren eigenen Webseiten. Besuchen Sie die Karriereseiten der Firmen, bei denen Sie gerne arbeiten würden.
Soziale Medien
Plattformen wie LinkedIn und Facebook bieten spezielle Gruppen und Seiten für die Jobsuche. Allgemein sind soziale Medien eine moderne und eher unkonventionelle Möglichkeit für Unternehmen, nach neuen Mitarbeitern zu suchen – nicht alle Unternehmen nutzen diese Möglichkeiten, aber manche dafür sehr effektiv:
- LinkedIn – vernetzen Sie sich mit Fachkräften und möglichen Arbeitgebern, oder treten Sie relevanten Gruppen bei, um so auch über Jobangebote informiert zu werden. Sie können die integrierte Jobsuche nutzen, um nach offenen Stellen zu suchen. Ihr Profil können Sie aussagekräftig gestalten, und Sie haben auch die Möglichkeit, Ihre Kompetenzen mit Zertifikaten zu belegen.
- Facebook – es gibt viele Gruppen auf Facebook, die sich auf die Veröffentlichung von Stellenangeboten spezialisieren. Suchen Sie beispielsweise nach Gruppen in Ihrer Branche oder Region. Auch Facebook hat eine Jobfunktion, mit der Sie nach Stellenangeboten in Ihrer Nähe suchen können. Folgen Sie den Firmen, bei denen Sie gerne arbeiten würden – oft werden auch hier offene Stellen ausgeschrieben.
- Instagram – Folgen Sie Unternehmen, die Sie interessieren, um auch über diesen Weg über neue Jobangebote informiert zu werden.
- Xing – ähnlich wie LinkedIn bietet Xing die Möglichkeit, sich mit Fachkräften und möglichen Arbeitgebern zu vernetzen. Auch hier finden Sie eine Jobbörse mit Stellenangeboten.
Weitere Möglichkeiten der Jobsuche
Neben den digitalen Angeboten gibt es noch andere effektive Wege, um offene Stellen zu finden:
Zeitungen und Fachzeitschriften: Auch traditionelle Printmedien (oder natürlich deren Online-Portale) wie regionale und überregionale Zeitungen sowie Fachzeitschriften veröffentlichen regelmäßig Stellenanzeigen. Schauen Sie in den Stellenmarkt dieser Publikationen.
Jobmessen und Veranstaltungen: Jobmessen bieten die Möglichkeit, direkt mit potenziellen Arbeitgebern in Kontakt zu treten und sich über offene Stellen zu informieren. Besuchen Sie solche Veranstaltungen, um neue Chancen zu entdecken. Nutzen Sie auch andere Gelegenheiten, bei denen Sie mit dem möglichen neuen Arbeitgeber ins Gespräch kommen können: lange Nächte, Tage der offenen Tür, der ÖBB Job Shop,…
Vor allem bei kleineren Unternehmen werden Sie auch direkt fündig: Geschäfte haben oft einen Aushang im Schaufenster wenn sie jemanden einstellen möchten, Taxiunternehmen suchen oft über die Aufdrucke auf ihren Autos nach neuen Lenkern.
Durch Gespräche ergeben sich auch oft Möglichkeiten. Erwähnen Sie, dass Sie gerade einen Job suchen, vielleicht hat Ihr Gesprächspartner eine Idee oder kennt jemanden, der Sie vielleicht einstellen möchte. Oft tun sich hier unerwartete Möglichkeiten auf – dies ist der „verdeckte Jobmarkt“.
Durch die Nutzung dieser verschiedenen Kanäle erhöhen Sie Ihre Chancen, eine passende Stelle zu finden. Bleiben Sie aktiv und nutzen Sie alle verfügbaren Ressourcen, um Ihre Jobsuche erfolgreich zu gestalten.
Stellenangebote lesen können
Das Lesen und vor allem das Verstehen von Stellenangeboten ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zurück in den Arbeitsmarkt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Stellenanzeigen effektiv analysieren können. Finden Sie heraus, wie Sie wichtige Informationen herausfiltern und diese nutzen, um Ihre Bewerbungsunterlagen gezielt auf die Anforderungen der ausgeschriebenen Stelle abzustimmen. Erlernen Sie die Kunst, zwischen den Zeilen zu lesen und die Schlüsselkompetenzen sowie -anforderungen zu erkennen, die Ihre Chancen auf ein Vorstellungsgespräch erhöhen können.
Verdeckter Jobmarkt und Initiativbewerbungen
Viele Stellen werden nicht öffentlich ausgeschrieben, sondern durch Netzwerke und persönliche Empfehlungen vergeben. Diesen Teil des Arbeitsmarktes nennt man den "verdeckten Jobmarkt". Um hier erfolgreich zu sein, ist es wichtig, aktiv Kontakte zu knüpfen und sich sichtbar zu machen. Beginnen Sie damit, Ihr professionelles Netzwerk auf Plattformen wie LinkedIn zu erweitern und pflegen Sie regelmäßig Ihre beruflichen Beziehungen.
Initiativbewerbungen sind eine weitere effektive Methode, um auf dem verdeckten Jobmarkt Fuß zu fassen. Sie zeigen Eigeninitiative und Engagement, indem Sie Unternehmen direkt ansprechen, auch wenn diese keine Stellen ausgeschrieben haben. Eine erfolgreiche Initiativbewerbung beginnt mit einer gründlichen Recherche über das Unternehmen: Verstehen Sie deren Bedürfnisse und Herausforderungen und erläutern Sie in Ihrer Bewerbung klar, wie Ihre Fähigkeiten und Erfahrungen zur Lösung beitragen können.
Schließlich ist es wichtig, bei all Ihren Bemühungen geduldig und ausdauernd zu sein. Netzwerken und Initiativbewerbungen können Zeit brauchen, um Früchte zu tragen, aber sie sind oft der Schlüssel zum Zugang zu verborgenen Karrierechancen, die weit über traditionelle Jobanzeigen hinausgehen.

Worauf kommt es an?
Worauf kommt es an?
Um im Bewerbungsprozess erfolgreich zu sein, ist es wichtig, die Erwartungen der Unternehmen zu verstehen. Personalverantwortliche investieren viel Zeit und Überlegungen darin, ihre Erwartungen möglichst klar in der Stellenbeschreibung auszudrücken.
Beim Anschauen und Bewerten Ihrer Bewerbung achten Recruiter_innen besonders darauf, dass Ihre Bewerbung klar und präzise ist, und dass Ihre Qualifikationen und Erfahrungen zur zu besetzenden Stelle passen. Außerdem möchten sie Ihre Motivation und Ihr Interesse verstehen: Warum möchten Sie bei diesem Unternehmen arbeiten? Was reizt Sie an der Position
Es ist auch wichtig, dass Ihre Bewerbungsunterlagen vollständig und gut passend sind. Betrachten Sie die Bewerbung als „ersten Arbeitsauftrag“, der auch dementsprechend von Ihrem möglichen neuen Arbeitgeber bewertet wird: Sie kommen nur dann einen Schritt weiter im Bewerbungsprozess, wenn sich der Personalverantwortliche Sie als möglichen neuen Mitarbeiter vorstellen kann.
Lesen Sie daher Stellenangebote sorgfältig durch, verstehen Sie was genau die Personalverantwortlichen suchen, und passen Sie Ihre Bewerbung entsprechend an. Tipps dazu finden Sie auch unter Stellenangebote lesen können
Indem Sie sich gut vorbereiten und die Anforderungen und Erwartungen der Unternehmen berücksichtigen, erhöhen Sie Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung.

Bewerbungsunterlagen – Ihre Visitenkarte im Bewerbungsprozess
Bewerbungsunterlagen – Ihre Visitenkarte im Bewerbungsprozess
Bewerbungsunterlagen sind das Erste, was ein potenzieller Arbeitgeber von Ihnen sieht. Sie sind daher entscheidend dafür, wie Sie wahrgenommen werden und ob Sie die Chance erhalten, sich persönlich vorzustellen.
Je nachdem, für welche Stelle und auf welchem Wege Sie sich bewerben, benötigen Sie unterschiedlich umfangreiche Bewerbungsunterlagen:
- Jedenfalls notwendig ist Ihr Lebenslauf, er ist das zentrale Dokument für Ihre Bewerbung und auch für jede Vermittlungstätigkeit.
- Für eine Bewerbung per E-Mail benötigen Sie einen Begleittext und guten Betreff, den Sie in die E-Mail hineinschreiben, an die sie dann Ihren Lebenslauf und mögliche weitere Unterlagen anhängen.
- Für klassische Bewerbungen per Post ist das Bewerbungsschreiben notwendig. Auch bei der Bewerbung über Online-Portale sowie bei der Bewerbung via E-Mail macht es Sinn, das klassische Bewerbungsschreiben beizufügen.
- In manchen Fällen wünschen sich Unternehmen auch ein Motivationsschreiben. Es ist ähnlich dem Bewerbungsschreiben, nur dass es darin mehr umIhre persönlichen Gründe und Eigenschaften geht. Es beschreibt Ihre Stärken und Schwächen, Ihre Interessen und Ziele, und warum Sie sich für diese Position und dieses Unternehmen interessieren. Lesen Sie mehr darüber beim AMS, bei indeed, karrieresprung.de oder bewerbung.net.
- Wenn ein Unternehmen Referenzen verlangt, versteht man darunter Personen aus Ihrem bisherigen Berufsleben, die für Sie sprechen und Sie und Ihre Leistungen weiterempfehlen. Sie können entweder deren Empfehlungsschreiben als Anlage Ihrer Bewerbung beifügen, oder Sie arbeiten in Ihren Lebenslauf am Ende einen Abschnitt „Referenzen“ ein, in dem Sie deren Kontaktdaten anführen.
Ist eine Bewerbungsmappe gefragt, dann meinen Unternehmen damit eigentlich eine hübsche Mappe, in der Ihre Bewerbungsunterlagen sortiert sind: oben auf der Bewerbungsmappe liegt dann Ihr Bewerbungsschreiben als eigenes Blatt, die Mappe selbst beinhaltet dann eventuell ein Deckblatt, dahinter findet sich der Lebenslauf. Legen Sie dann die weiteren, optionalen Unterlagen dahinter: das Motivationsschreiben, dahinter dann die weiteren Anlagen wie Ihre Referenzen, relevante Zeugnisse oder Nachweise.
TIPP:
Achten Sie darauf, dass Ihre Bewerbungsunterlagen NIEMALS die Originale beinhalten, nur (gute) Kopien Ihrer Zeugnisse oder Empfehlungsschreiben – Sie werden diese noch brauchen!Ein Tipp zur Organisation Ihrer Bewerbungsunterlagen: legen Sie sich für jede Bewerbung einen Unterordner an, in dem Sie dann Ihre auf die jeweilige Stelle angepassten Bewerbungsunterlagen zusammenfassen. So können Sie den Überblick behalten, was genau Sie an wen geschickt haben – und im Falle eines Vorstellungsgespräches dann auch die korrekten Unterlagen mit einpacken.
Lebenslauf
Der Lebenslauf ist das Herzstück Ihrer Bewerbungsunterlagen und oft der entscheidende Faktor dafür, ob Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Ein „perfekter“ Lebenslauf ist individuell: Er sollte stets an Ihre persönlichen Stärken, die gewünschte Stelle und das jeweilige Unternehmen angepasst sein. Dies zeigt, dass Sie nicht nur qualifiziert, sondern auch bestens vorbereitet sind.
Wir empfehlen, mindestens zwei Versionen Ihres Lebenslaufs parat zu haben:
- Das Grundgerüst: der AMS-konforme Lebenslauf. Dieser Lebenslauf enthält alle wesentlichen Informationen in einer klaren und strukturierten Form, wie es auch von offiziellen Stellen erwartet wird. Er entspricht den üblichen Normen und dient Ihnen als Grundgerüst für Ihre weiteren Bewerbungsunterlagen.
- Ihre Eintrittskarte zum neuen Job: derindividuell angepasste Lebenslauf. Basierend auf dem Grundgerüst passen Sie Ihren Lebenslauf spezifisch für die jeweilige Bewerbung an. Betonen Sie relevante Erfahrungen und Fähigkeiten, die besonders zur ausgeschriebenen Stelle und zur Unternehmenskultur passen und erhöhen Sie damit Ihre Chancen auf einen neuen Job.
Ein gut vorbereiteter Lebenslauf zeigt nicht nur Ihre beruflichen Stationen auf, sondern unterstreicht auch Ihre Kompetenzen und Ihre berufliche Entwicklung. Denken Sie daran, dass Ihr Lebenslauf eine Geschichte erzählt – die Geschichte, die Sie als idealen Kandidaten für die Position präsentiert.
Bewerbungsschreiben
Das Bewerbungsschreiben oder Anschreiben ist Ihre erste Gelegenheit, einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Wenn Sie an eine Bewerbung per Brief denken, dann entspricht das Bewerbungsschreiben dem Brief an den Personalverantwortlichen, also der ersten Seite, die Ihr Ansprechpartner von Ihrer Bewerbung sieht. Dem Bewerbungsschreiben sind dann der Lebenslauf und eventuelle weitere Unterlagen beigefügt.
Das ist der Hintergrund, warum es bei dem Bewerbungsschreiben auch um den formellen Aufbau geht: Mit diesem Schreiben zeigen Sie, dass Sie auch wissen, wie ein Geschäftsbrief aufgebaut und üblicherweise gestaltet ist.
Aufbau
Das klassische Bewerbungsschreiben folgt den Richtlinien für Geschäftsbriefe. Sie haben oben den sogenannten „Briefkopf“ mit Ihren Daten als Absender, und einen Empfängerbereich für den Firmennamen, den Empfänger oder die Abteilung und die Adresse des Unternehmens.
Es folgt (optimalerweise rechtsbündig gesetzt) Ort und Datum, dann darunter (wieder normal linksbündig gesetzt) der Betreff. Der Betreff sollte deutlich machen, auf welche Stelle Sie sich bewerben. Geben Sie die genaue Stellenbezeichnung und eventuell auch die Referenznummer der Stellenanzeige an. Der Betreff sollte optimalerweise in eine Zeile passen.
Einige Zeilen darunter folgt dann die Anrede, darunter beginnt der Inhalt des Schreibens.
Inhalt
Nutzen Sie das Bewerbungsschreiben, um die wichtigsten Fragen des Personalverantwortlichen zu beantworten: Für welche Stelle bewerben Sie sich? Wer sind Sie und warum bewerben Sie sich für diese Stelle? Was qualifiziert Sie für diese Position und welche beruflichen Ziele verfolgen Sie? Was können Sie dem Unternehmen bieten, warum sollten gerade Sie eingeladen werden?
Sie beginnen den Textteil des Bewerbungsschreibens am besten mit einer prägnanten Einleitung, in der Sie Ihren Bezug zu der Stellenanzeige herstellen. Erklären Sie Ihre Motivation, warum Sie gerade diesen Job möchten, und warum Sie bei diesem Unternehmen arbeiten möchten.
Betonen Sie Ihre wichtigsten Qualifikationen und zeigen Sie, dass Sie der oder die Richtige für diese Stelle sind. Erläutern Sie, wie diese Position zu Ihren beruflichen Zielen passt und wie Sie sich in diesem Unternehmen weiterentwickeln möchten.
Beschreiben Sie, welchen Mehrwert Sie dem Unternehmen bringen können und was Sie einbringen können. Erklären Sie, warum Sie zur Unternehmenskultur passen, und welche Eigenschaften Sie mitbringen, die für das Team und die Firma vorteilhaft sind.
Beenden Sie Ihr Schreiben mit einem starken Schluss, der Ihre Motivation und Ihre Bereitschaft zu einem Vorstellungsgespräch unterstreicht.
Formaler Abschluss
Das Schreiben wird üblicherweise mit der Grußformel„Mit freundlichen Grüßen“ beendet. Darunter folgt dann später Ihre Unterschrift, lassen Sie dafür ein bisschen Platz. Am Ende der Seite steht dann noch der Hinweis auf die Anlagen, also entweder nur das Wort „Lebenslauf“ unterstrichen, oder Sie schreiben „Anlagen“ und machen danach die Aufzählung der beigefügten Dokumente wie Lebenslauf, Zeugniskopien, … was Sie eben alles beifügen.
Wichtige Aspekte
Personalisierung: Mit der Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren!“ und der Adressierung an die „Personalabteilung“ machen Sie nichts grundlegend falsch. Wesentlich mehr Engagement zeigen Sie allerdings, wenn Sie wissen, wie Ihr Ansprechpartner heißt und sie das Schreiben an ihn oder sie persönlich richten: beim Empfänger beispielsweise „z. Hd. Herrn Mag. Markus Müller, BSc“, und in der Anrede dann „Sehr geehrter Herr Mag. Müller!“. Wenn Sie sich mit den akademischen Titeln in der Anrede nicht sicher sind, können Sie auch einfach alle mit anführen: „Sehr geehrte Frau MMag. Dr. Anna Berger, MSc BA!“
Fehlerfreiheit: Auch dieses Bewerbungsschreiben sollte – genauso wie Ihr Lebenslauf – frei von Rechtschreib- oder Grammatikfehlern sein. Lassen Sie im Zweifelsfall noch jemanden darüber lesen, bevor Sie es absenden.
Vorlage: Wenn das alles sehr kompliziert klingt, hier finden Sie eine mögliche Vorlage für Ihr Bewerbungsschreiben: Bewerbung_Vorname_NACHNAME.docx.
Länge: das Bewerbungsschreiben sollte normalerweise nicht länger als eine A4-Seite sein. Den Abschluss bildet das Anlagenverzeichnis, das möglichst unten als letzte Zeile auf der Seite angedruckt wird.
Formaler Aufbau und Gestaltung: sollten Sie auf eine Stelle als Sekretärin oder Assistent des Geschäftsführers abzielen, dann sollten Sie das Bewerbungsschreiben in der Formatierung nach DIN 5008 erstellen. Nähere Informationen dazu finden Sie beispielsweise unter workingoffice.de.
Denken Sie bei all dem Aufwand daran: ein gut formuliertes und passend formatiertes Bewerbungsschreiben kann den entscheidenden Unterschied machen, ob Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden und so Ihrem neuen Job einen Schritt näherkommen – oder nicht.

Ablauf der Bewerbung
Ablauf der Bewerbung
Der ganze Bewerbungsprozess kann in mehrere Schritte unterteilt werden: Vorbereitung, Bewerbung, das Warten und eventuelles Nachfassen, der Umgang mit Absagen und Zusagen.
Vorbereitung
Bevor Sie sich auf eine Stelle bewerben, ist es wichtig, sich gründlich vorzubereiten. Eine gute Vorbereitung erhöht Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung erheblich. Dazu gehört, sich genau über die Stelle und das Unternehmen zu informieren, Ihre Bewerbungsunterlagen sorgfältig zu erstellen und anzupassen, und zu überlegen, wie Sie sich selbst am besten präsentieren können.
Die Stelle – wo bewerben Sie sich, für welche Position, was sucht das Unternehmen? Finden Sie heraus, auf was Sie achten sollen: Stellenangebote lesen können.
Bewerbungsunterlagen erstellen und anpassen – Bereiten Sie Ihre Unterlagen vor, passen Sie Ihren Lebenslauf an die ausgeschriebene Stelle an, verfassen Sie das Bewerbungsschreiben. Überprüfen Sie, ob Sie alle gewünschten Unterlagen gesammelt haben. Achten Sie auf eine gute Benennung Ihrer Unterlagen, beispielsweise „Bewerbung NACHNAME Vorname.pdf“.
TIPP:
Behalten Sie den Überblick: Wenn sie Ihre Bewerbungsdokumente für jede Bewerbung, die Sie versenden, in einem eigenen Ordner speichern, können Sie gut den Überblick behalten, welche Version Sie nun an das Unternehmen 1 und welche an das Unternehmen 2 schicken, ohne später durcheinander zu kommen.Sie können auch zu diesem Zeitpunkt bereits die Gelegenheit nutzen, vorab mit dem Unternehmen Kontakt aufzunehmen und Interesse an der Position zu zeigen. Seien Sie vorbereitet und achten Sie darauf, dass es sich dabei um Fragen handelt, die Sie positiv glänzen lassen. Einige Beispiele:
- Ist keine Kontaktperson angegeben, könnten Sie vielleicht diese erfragen, um dann die Bewerbung zu personalisieren. Dies zeigt Interesse an einer gut ausgeführten Bewerbung.
- Haben Sie Fragen zu gewissen Phrasen in der Stellenausschreibung? Erfragen Sie einfach, was das Unternehmen gerne als „vollständige Bewerbungsunterlagen“ sehen würde, wo Ihr zukünftiger Dienstort in etwa wäre, oder ob es Werte gibt, auf die das Unternehmen besonderen Wert legt.
- Besonders bei großen Unternehmen gibt es auch einen ganzen Bewerbungsprozess. Sie könnten nachfragen, wie genau der Ablauf der Bewerbung ist oder wann Sie in etwa mit einer Antwort rechnen dürfen.
Arbeiten Sie die erhaltenen Informationen mit in Ihre Unterlagen ein, vielleicht bietet sich hier auch noch eine Gelegenheit, die Unterlagen noch ein bisschen feiner auf das Unternehmen abzustimmen – und dadurch gegenüber vielen anderen Mit-Bewerbern einen Vorteil zu haben.
Bewerbung
Lassen Sie dann dem Unternehmen Ihre Bewerbung zukommen. Besonders bei kleineren Unternehmen bietet es sich an, Ihre Unterlagen persönlich abzugeben – und Sie können die Gelegenheit nutzen, Ihre Bewerbung auch gleich mit einem positiven Ersteindruck zu verknüpfen.
Bei großen Unternehmen gibt es oft den bevorzugten Weg der Bewerbung über ein Online-Portal. Füllen Sie dort die Formularfelder aus und hängen Sie dann Ihre gut benannten Bewerbungsunterlagen im PDF-Format mit in das Formular. Überprüfen Sie Ihre eingegebenen Daten nochmals, bevor Sie dann auf „Senden“ drücken und so Ihre Bewerbung unwiderruflich auf den Weg schicken.
Wenn Sie Ihre Bewerbung mit E-Mail an das Unternehmen schicken wollen, dann lesen Sie sich unsere Tipps für das Bewerben via E-Mail durch. So können Sie auf diesem Weg auch professionell punkten.
Alternativ ist es manchmal auch gefordert, dass Sie klassisch Ihre Bewerbungsunterlagen per Post an Ihren Ansprechpartner schicken. Dann achten Sie auf das professionelle und saubere Aussehen Ihrer Ausdrucke. Legen Sie nie Originale bei, sondern immer nur Kopien! Sie können hier auch mit Ihren Unterlagen eine eigene Bewerbungsmappe erstellen – und selbstverständlich frankieren Sie den Umschlag dann auch dementsprechend.
Warten – und behalten Sie den Überblick!
Nach dem Absenden der Bewerbung heißt es erst einmal abwarten. Behalten Sie in der Zwischenzeit den Überblick, welche Unterlagen Sie bereits an welche Firma geschickt haben, wie die Ansprechperson dort heißt, wann Sie die Bewerbung abgeschickt haben.
Sie können dafür auch Ihr eAMS-Konto nutzen: Unter dem Punkt „Jobsuche“ haben Sie die Möglichkeit, Ihre Bewerbungen übersichtlich mitzuführen und auch gleichzeitig Ihre Bewerbungstätigkeit für das AMS mitzudokumentieren.
Geben Sie das Bewerbungsdatum an, die Firma, Ihre Kontaktperson und die Position. Eine gute Information ist auch das Feld, woher Sie die Stelleninfo bezogen haben, und auf welchem Weg Sie sich beworben haben. Setzen Sie den Status der Bewerbung und nutzen Sie das Feld für Notizen. Sie können hier auch Ihre Bewerbungsunterlagen als Anhang sichern. So haben Sie immer Ihre gesamten Bewerbungsinformationen auf diese Stelle griffbereit.
Nachfassen
Das Nachtelefonieren nach dem Absenden einer Bewerbung kann Ihnen dabei helfen, Ihren Status zu erfahren und Ihr Interesse an der Stelle zu betonen.
Warten Sie ausreichend lange: Warten Sie in der Regel etwa zwei Wochen nach dem Einsenden Ihrer Bewerbung, bevor Sie nachtelefonieren. So geben Sie dem Unternehmen genügend Zeit, Ihre Unterlagen zu prüfen.
Bevor Sie bei dem Unternehmen anrufen, bereiten Sie sich auf das Gespräch vor. Halten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bereit und auch Ihre Notizen mit dem Namen Ihres Ansprechpartners, wann Sie die Bewerbung wie geschickt haben. Rufen Sie sich auch das Inserat in Erinnerung, damit Sie konkrete Fragen im Gespräch gut beantworten können.
Stellen Sie sich beim Anruf höflich vor und nennen Sie den Grund Ihres Anrufes. Ein guter Anfang wäre beispielsweise: „Guten Tag, mein Name ist _____. Ich habe mich vor zwei Wochen auf die Position _____ beworben und wollte nachfragen, ob Sie vielleicht schon eine Entscheidung getroffen haben.“ Halten Sie das Gespräch kurz und respektvoll. Fragen Sie direkt nach dem Status Ihrer Bewerbung, und ob vielleicht weitere Informationen benötigt werden.
Bedanken Sie sich am Ende des Gespräches für die Auskunft und die Zeit Ihres Gesprächspartners. Eine Möglichkeit wäre: „Vielen Dank für Ihre Zeit und die Informationen. Ich freue mich schon auf Ihre Rückmeldung!“. Notieren Sie sich auch gleich bei Ihren Notizen den Zeitpunkt des Gespräches, und eventuell die weitere, besprochene Vorgehensweise.
Ablehnung im Gespräch
Sollten Sie im Zuge des Nachfass-Gespräches eine Absage für Ihre Bewerbung erhalten, bleiben Sie professionell! Bedanken Sie sich trotzdem für die Zeit und die Information, und nutzen Sie gleich die Gelegenheit, um höflich nach Feedback zu fragen, wie Sie Ihre Bewerbung und die weitere Jobsuche verbessern könnten, zum Beispiel:
- „Vielen Dank, dass Sie mir Bescheid gegeben haben. Könnten Sie mir bitte sagen, welche Aspekte meiner Bewerbung oder meines Profils verbessert werden könnten, um meine Chancen bei zukünftigen Bewerbungen zu erhöhen“
- „Danke für die Rückmeldung. Könnten Sie mir mitteilen, welche meiner Qualifikationen gut gepasst haben und welche weniger? Das hilft mir, meine Stärken und Schwächen besser einzuschätzen.“
- „Ich danke Ihnen für die Information. Wären Sie bereit, mir zu sagen, was den erfolgreichen Bewerber von mir unterschieden hat? Das hilft mir, besser zu verstehen, was für diese Position wichtig ist.“
- „Vielen Dank für Ihre Zeit und die Rückmeldung. Könnten Sie mir Tipps geben, wie ich meinen Lebenslauf oder mein Bewerbungsschreiben verbessern kann?“
- „Vielen Dank für die ehrliche Rückmeldung. Gibt es in Ihrem Unternehmen andere Positionen, die besser zu meinen Qualifikationen passen könnten, oder zukünftige Möglichkeiten, die ich im Auge behalten sollte?“
So bekommen Sie direktes Feedback von jemandem, der beruflich tief in dieser Materie steckt und Ihnen somit aus erster Hand auch Tipps geben kann.
Umgang mit Absagen
Absagen gehören zum Bewerbungsprozess dazu und können entmutigend sein. Gehen Sie dennoch professionell und konstruktiv mit ihnen um – wir zeigen Ihnen einige Möglichkeiten, wie Sie mit Absagen sinnvoll umgehen können und vielleicht sogar etwas für Ihre zukünftigen Bewerbungen mitnehmen können:
Machen Sie sich bewusst: Absagen sind ein normaler Teil des Bewerbungsprozesses. Bei der großen Anzahl an Bewerbungen pro Stelle – mitunter sind es 250 oder mehr – werden meist nur 4-6 Kandidaten zum Vorstellungsgespräch eingeladen, somit ist es zwar schade, aber ganz normal, wenn Ihre Bewerbung nicht direkt zum Erfolg führt.
Überlegen Sie, was Sie vielleicht verbessern könnten: Haben Sie das Stelleninserat genau gelesen und die versteckten Hinweise erkannt? Waren Ihre Unterlagen vollständig und ansprechend gestaltet? Fragen Sie Ihren Berater / Ihre Beraterin nach Ideen und Vorschlägen, wie man es hätte anders oder besser machen können.
Wenn Sie die Gelegenheit haben, fragen Sie Ihren Ansprechpartner beim Unternehmen höflich nach Feedback. Sie könnten das beispielsweise so formulieren: „Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Könnten Sie mir bitte mitteilen, wie ich meine Bewerbung für zukünftige Gelegenheiten verbessern könnte?“ – nicht immer werden Sie darauf eine Antwort erhalten, aber der Versuch kann Ihnen wertvolle Informationen geben. Mehr Tipps dazu finden Sie auch unter dem Punkt „Nachfassen“.
Eine Absage bedeutet auch nicht, dass Sie keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Bewahren Sie sich Ihre positive Haltung und lassen Sie sich nicht entmutigen. War es mit dieser Stelle nichts, dann können Sie an die nächste Bewerbung mit mehr Erfahrung und Sicherheit herangehen.
Zusage und Einladung in die nächste Runde
Herzlichen Glückwunsch, Sie haben die große Hürde geschafft und bekommen nun die Gelegenheit, Ihren möglichen zukünftigen Arbeitgeber näher kennenzulernen!
Je nach dem Bewerbungsprozess kann es nun sein, dass Sie eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch oder für ein Assessment Center erhalten haben.
Bestätigen Sie zeitnah Ihre Teilnahme an dem Gespräch oder der nächsten Runde, und bedanken Sie sich für die Einladung. Dann können Sie schon mit den Vorbereitungen für diesen nächsten Schritt beginnen: das persönliche Kennenlernen, der erste direkte Kontakt mit Ihrem möglichen neuen Arbeitgeber!

Das Vorstellungsgespräch
Das Vorstellungsgespräch
Herzlichen Glückwunsch! Sie wurden zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Ihrem neuen Job.
Die Einladung bedeutet auch, dass Sie grundsätzlich für die Stelle bereits in Frage kommen – sonst würden Sie nicht eingeladen werden. Jetzt geht es unter anderem um folgendes:
Persönlicher Eindruck: Das Unternehmen möchte Sie kennenlernen und einen Eindruck von Ihnen, Ihrem Auftreten und Ihrer Persönlichkeit bekommen. Es möchte herausfinden, ob Sie gut ins Team und auch zur Unternehmenskultur passen. Und für Sie ist wichtig, dass sie das Unternehmen und Ihre potenziellen neuen Kollegen kennenlernen können und beurteilen, ob Sie sich dort wohlfühlen würden.
Weitere Informationen: Nicht alles ist aus den Bewerbungsunterlagen bereits ersichtlich. Das Unternehmen möchte einschätzen können, wie gut Sie die an Sie gestellten Aufgaben erfüllen können, und auch mehr über Ihre Erfahrungen und Qualifikationen erfahren. Auch Sie haben hier Gelegenheit, detailliertere Fragen zu der Stelle, Ihren neuen Aufgaben und zu den Erwartungen zu stellen. So können Sie ein besseres Verständnis von dieser Position und Ihrem neuen Dienstgeber bekommen.
Motivation und Interesse: Das Unternehmen möchte gerne erfahren, warum Sie sich auf diese Stelle bewerben und Ihre Motivation und Interesse noch besser verstehen – und wissen, ob diese Position auch mit Ihren Zielen und Ihrer Lebensplanung gut übereinstimmt. Das ist wichtig, um abzuschätzen, ob Sie auch langfristig im Unternehmen bleiben würden.
Beurteilung Ihrer Soft Skills: neben den rein fachlichen Qualifikationen geht es im Berufsleben genauso um Ihre Soft Skills wie beispielsweise Kommunikationsfähigkeit, Problemlösekompetenzen und ähnliches. Das Vorstellungsgespräch hilft, diese Punkte besser beurteilen zu können. Es ist Ihre Chance, sich dem Unternehmen zu zeigen, wie gut sie kommunizieren, ob Sie sich gut präsentieren können, und wie Sie mit Stress oder Nervosität umgehen.
Hier sind einige Tipps, wie Sie sich gut auf das Gespräch vorbereiten und worauf Sie achten sollten:
Information
Schauen Sie sich die Webseite des Unternehmens an und erhalten Sie ein besseres Verständnis dafür, was das Unternehmen alles macht, welche Bereiche dazugehören, welche Themen dem Unternehmen wichtig sind. Vielleicht können Sie auch schon einen kleinen Einblick bekommen, wie das Unternehmen organisiert ist.
Machen Sie sich vertraut mit den Produkten und Dienstleistungen, und auch mit den aktuellen Neuigkeiten, Berichten oder Schlagzeilen über das Unternehmen.
Nehmen Sie sich nochmals die Stellenanzeige vor und notieren Sie sich die wichtigsten Aufgaben und Anforderungen der Position. Überlegen Sie, wie Ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten, aber auch Ihre Erfahrungen zu dieser Beschreibung passen.
Vorbereitung auf das Gespräch
Beim Vorstellungsgespräch kommt es vor allem darauf an, dass das Unternehmen sieht, dass Sie der oder die Richtige für das Team, für die Position und für die Firma sind.
Schauen Sie sich unsere Übersicht über die häufigsten gestellten Fragen in einem Vorstellungsgespräch an. Überlegen Sie sich im Vorfeld gute Antworten auf die Fragen: sie sollten authentisch beim Gegenüber ankommen und unterstreichen, dass Sie der perfekte Kandidat für diese Stelle sind. Natürlich sollten Sie dabei unbedingt bei der Wahrheit bleiben – aber die Wahrheit können Sie im angemessenen Licht darstellen.
Sind sie sich bei manchen Fragen nicht sicher, wie man die am besten wahrheitsgemäß und auch gut beantworten kann, holen Sie sich Tipps und Ratschläge. Oft gibt es gute Möglichkeiten, mit diesen Fragen umzugehen.
Überlegen Sie sich zu den Informationen, die Sie in Ihrer Bewerbung bereits über sich bekannt gegeben haben, kurze Begebenheiten. Erinnern Sie sich an Beispiele, mit denen Sie Ihre Stärken unter Beweis gestellt haben. Oder Erfahrungen, wie Sie mit Ihren Schwächen positiv umgegangen sind. Versuchen Sie, diese kurzen Begebenheiten in wenigen Sätzen zusammenzufassen, um bei einer Frage danach „auf den Punkt gebracht“ darauf antworten zu können.
Überlegen Sie sich selbst auch eigene Fragen an Ihren Gesprächspartner. Auch damit können Sie später das Gespräch in bestimmte Richtungen lenken und auch Interesse an Ihrem neuen Arbeitsplatz zeigen: hinterfragen Sie beispielsweise, welche Aufgaben für diese Stelle besonders wichtig sind, oder wie ein typischer Arbeitsalltag für Sie aussehen wird. Sie können auch fragen, welche Weiterbildungsmaßnahmen das Unternehmen Ihnen bieten würde, oder wie sie die Unternehmenskultur beschreiben würden. Fragen Sie, welche Ziele das Unternehmen in den kommenden Jahren verfolgt und wie Sie und ihre Position dazu beitragen können.
Elevator Pitch
Der Name „Elevator Pitch“ kommt von der Idee, dass Sie in der Zeit, die eine typische Aufzugsfahrt dauert – also etwa 30 Sekunden bis maximal 2 Minuten – Ihr Gegenüber von sich, Ihrem Ziel, Ihrer Idee überzeugen können. Genau dieses Prinzip können Sie perfekt einsetzen im Vorstellungsgespräch:
Üblicherweise ist eine der ersten Fragen im Gespräch „Erzählen Sie uns etwas über sich.“ Sie können punkten, indem Sie diesen „Elevator Pitch“ gut vorbereitet haben.
Ihre zentrale Botschaft muss klar und verständlich sein, konzentriert auf das Wesentliche. Diese Antwort ist kurz und auf den Punkt gebracht. Heben Sie hervor, was Sie, Ihre Erfahrung, Ihre Persönlichkeit einzigartig macht und Sie von anderen unterscheidet. Der Inhalt Ihrer Antwort ist dabei auf Ihr Ziel ausgerichtet, also beispielsweise die Einstellung im Unternehmen.
Wie ist der Elevator Pitch aufgebaut?
Beginnen Sie mit einer kurzen Vorstellung Ihres Namens und Ihrer Position. Beschreiben Sie ein Problem, das Sie lösen können, oder einen Bedarf, den Sie erfüllen. Erklären Sie, wie Sie das machen. Heben Sie Nutzen und Vorteile hervor, und schließen Sie mit einer Aufforderung zum Handeln oder einem Angebot.
Hier haben wir einige Beispiele, wie so ein Elevator Pitch aussehen könnte:
Beispiel 1:
„Hallo, mein Name ist Maria Schmidt. Ich habe in den letzten Jahren verschiedene Herausforderungen gemeistert und bin nun hochmotiviert, wieder ins Arbeitsleben einzusteigen.
Ich habe ein starkes Auge für Details und bin sehr organisiert, was mich besonders für Aufgaben wie das Auffüllen und Ordnen von Regalen qualifiziert. Meine bisherigen Erfahrungen im Haushaltsmanagement haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, Dinge strukturiert und effizient anzugehen.
Ich bin zuverlässig, körperlich fit und arbeite gerne im Team. Ich freue mich darauf, in Ihrem Supermarkt dazu beizutragen, dass die Regale stets ordentlich und ansprechend für die Kunden sind. Haben Sie momentan eine Stelle frei, bei der ich meine Fähigkeiten einbringen kann?“
Beispiel 2:
„Guten Tag, mein Name ist Peter Müller. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, mich heute kennenzulernen. Ich bin sehr motiviert, als Küchenhilfe in Ihrem Kantinenbetrieb zu arbeiten.
In den letzten Jahren habe ich keine feste Anstellung gehabt, aber ich bin fest entschlossen, wieder ins Arbeitsleben einzusteigen. Während dieser Zeit habe ich meine persönliche Disziplin und meinen Willen zur Arbeit gestärkt. Ich bin bereit, hart zu arbeiten und Neues zu lernen.
Ich bin körperlich fit, kann zupacken und erledige Aufgaben gründlich und zuverlässig. Ich verstehe die Bedeutung von Sauberkeit und Ordnung in der Küche und bin bereit, diese Standards jederzeit einzuhalten. Außerdem bin ich teamfähig und freue mich darauf, in einem Team zu arbeiten und meinen Beitrag zu leisten.
Ich bin überzeugt, dass ich mit meiner Motivation und meiner Bereitschaft, hart zu arbeiten, eine wertvolle Unterstützung für Ihr Team sein kann. Ich freue mich auf die Möglichkeit, mich einzubringen und hoffe, dass ich Sie von meinen Qualitäten überzeugen kann.“
Beispiel 3:
„Guten Tag, mein Name ist Thomas Schneider. Ich habe viele Jahre als technischer Physiker im IT-Bereich gearbeitet, wo ich anspruchsvolle Projekte geleitet und komplexe technische Probleme gelöst habe. Diese Erfahrungen haben mir ein tiefes Verständnis für IT-Systeme und eine ausgeprägte Problemlösungsfähigkeit vermittelt.
Nach einer längeren Auszeit, in der ich meine beruflichen und persönlichen Prioritäten neu geordnet habe, habe ich als Fahrradkurier gearbeitet. Diese Tätigkeit hat mir geholfen, meine Disziplin und Zuverlässigkeit erneut unter Beweis zu stellen und gleichzeitig auf meine körperliche Fitness und Gesundheit zu achten.
Nun freue ich mich darauf, meine umfangreiche Erfahrung und mein technisches Wissen wieder in einem professionellen Umfeld einzusetzen. Als Programmierer möchte ich meine Fähigkeiten einbringen und gleichzeitig von den aktuellen Entwicklungen in der IT-Branche profitieren.
Ich bin überzeugt, dass ich mit meiner langjährigen Erfahrung und meinem Fokus auf Gesundheit und Disziplin eine wertvolle Bereicherung für Ihr Team sein kann. Ich freue mich darauf, meine Kompetenzen einzubringen und hoffe, dass ich Sie von meinen Qualitäten überzeugen kann.“
Mit etwas Überlegen, einem Einarbeiten ihrer Stärken in den Text und authentischer Formulierung schaffen Sie es, sich gleich vom Beginn weg positiv und selbstbewusst zu präsentieren und auch das spätere Gespräch damit zu beeinflussen.
Tipps für den erfolgreichen Elevator Pitch
Üben Sie Ihren Elevator Pitch, bis er flüssig und natürlich klingt. Präsentieren Sie ihn selbstbewusst und engagiert. Probieren Sie ihn aus, im Gespräch mit Bekannten oder Ihrem Berater, Ihrer Beraterin – testen Sie die Wirkung und holen Sie sich Feedback. Passen Sie ihn an, bis er auf die Situation passt und eine perfekte Einleitung zum Vorstellungsgespräch schafft – so können Sie in kurzer Zeit einen wirklich starken ersten Eindruck hinterlassen und sich auch Türen zu neuen Möglichkeiten öffnen.
Denken Sie daran, dass all das, was Sie in diesem Elevator Pitch sagen, gleich im Vorstellungsgespräch für weitere Fragen verwendet werden kann und wird – in obigen Beispielen wäre das:
- Welche Herausforderungen haben Sie denn gemeistert? Haben Sie Beispiele für uns für Ihr Auge für Details? Inwiefern wollen Sie Ihre Arbeit strukturiert angehen?
- Wie zeigt sich Ihre Motivation, wieder zu arbeiten? Sie sprechen von den Standards - haben Sie denn auch das HACCP Zertifikat?
- Wie haben Sie Ihre Disziplin gestärkt? Wie genau meinen Sie das, von den neuen IT-Entwicklungen zu profitieren?
Sie sehen – es ist wichtig, authentisch zu sein und bei der Wahrheit zu bleiben – und sich auch auf die Folgefragen wirklich gut vorzubereiten.
Vorbereitung auf den Termin
Überlegen Sie sich, was Sie zu diesem Termin anziehen wollen. Ihre Kleidung sollte nicht nur sauber und angemessen sein, sondern Sie sollten sich darin auch wohlfühlen und einen gepflegten Eindruck machen. Sie können sich auch – sofern bekannt – ein wenig an der Kleiderordnung des Unternehmens orientieren. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Berater oder Ihre Beraterin, was gut passen könnte.
Bereiten Sie all Ihre Unterlagen vor, die Sie dann mit zum Gespräch nehmen. Optimal ist es, wenn Sie eine Mappe haben, in der Sie sauber Kopien Ihrer Bewerbungsunterlagen, weiterer Zertifikate und relevanter Zeugnisse eingelegt haben. Nehmen Sie unbedingt auch einen gut schreibenden Stift mit, mit dem Sie eventuelle Fragebögen ausfüllen oder – im Optimalfall – dann auch gleich Ihren Arbeitsvertrag unterschreiben können.
Schauen Sie sich im Vorfeld bereits genau den Weg zum Vorstelltermin an: wie lange werden Sie benötigen, bis Sie dort sind? Wie genau werden Sie fahren? Planen Sie auch Verzögerungen ein und berechnen Sie den Anfahrtsweg so, dass Sie etwa 10 bis 15 Minuten vor dem Termin Ihr Ziel erreicht haben und auch noch einen kleinen Zeitpolster haben, um das Büro Ihres Gesprächspartners im Gebäude der Firma rechtzeitig zu finden. Pünktlichkeit ist unabdingbar für den ersten Eindruck: kommen Sie zu spät, wird das Unternehmen mit der Vergabe des Jobs vermutlich nicht auf Sie warten.
Wenn Sie etwas früher dort sind, warten Sie – aber bitte, ohne noch schnell eine Zigarette davor zu rauchen – dies mindert ebenso Ihren persönlichen Ersteindruck für den neuen Job wie der halbvolle Coffee-to-go-Kaffeebecher, den Sie sich noch schnell vom Bäcker geholt haben, oder der Kaugummi, mit dem Sie noch versuchen, Ihre Nerven zu beruhigen.
Seien Sie höflich und freundlich zu allen, die Sie treffen. Schalten Sie Ihr Handy vor dem Termin auf lautlos, damit nicht ein Anruf Ihr wichtiges Vorstellungsgespräch unterbricht, dies würde meist ziemlich respektlos wirken. Denken Sie auch an eine aufrechte Körperhaltung und den Blickkontakt.
Mehr Tipps zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch können Sie auch in der Beratung bekommen, fragen Sie uns danach!

Jeder Abschnitt ist darauf ausgerichtet, Ihnen konkretes Know-how und unterstützende Ratschläge anzubieten, die direkt in die Praxis umsetzbar sind. Beginnen Sie jetzt Ihren Weg zurück in die Berufswelt!
Eine Fülle an weiteren Informationen zu den einzelnen Punkten finden Sie auch im Internet:
Das AMS bietet Ihnen ein eigenes Bewerbungsportal, auf dem Sie gut strukturiert sehr viele hilfreiche Informationen und Tipps zu Ihrer Bewerbungsarbeit finden.
Diverse Jobsuchportale bieten ebenfalls umfassende Informationen zu diesen Themen, beispielsweise hat indeed einen großen Informationsbereich, ebenso wie karriere.at.
Noch viel mehr an Informationen finden Sie im Internet, wenn Sie in Ihrer Suchmaschine nach spezifischen Begriffen suchen: Suchbegriffe wie „Formulierungshilfen Bewerbungsschreiben“ oder „wie gestaltet man einen Lebenslauf in Word“ bringen oft nicht nur hilfreiche Links und zahlreiche Beispiele, sondern mitunter auch toll gestaltete Anleitungen als Video in der Trefferliste.



